Förderung/Vorbereitung auf Schule

Die diagnosegeleitete, sonderpädagogische Förderung soll den humanen Anspruch von Kindern mit Behinderungen auf eine ihren persönlichen Möglichkeiten entsprechende Erziehung, Entwicklungs- und Lernförderung sowie Schulvorbereitung verwirklichen.
Sie unterstützt und begleitet die Kinder durch individuelle – auch behinderungsspezifische – Hilfen, um für sie ein möglichst hohes Maß an schulischen Eingliederungsmöglichkeiten, sozialer Teilhabe und selbständiger Lebensäußerung zu erlangen.
Damit übernehmen die Schulkindergärten Aufgaben, die über den Auftrag der allgemeinen vorschulischen Einrichtungen hinausgehen.
Nach dem Kindergartengesetz übernimmt der Kindergarten Aufgaben der Pflege und der familienergänzenden und –unterstützenden Erziehung. Er hat damit eine Doppelfunktion:
Einerseits Betreuung und Entlastung der Familie, aber auch Förderung der Kinder in ihrer allgemeinen Entwicklung und als wesentliche Aufgabe die individuelle und gezielte Vorbereitung auf die Schule (nur die letztgenannte Orientierung rechtfertigt die Zuordnung zum schulischen Bereich!)
Fördermaßnahmen beruhen auf einer eingehenden Diagnose der Ausgangsvoraussetzungen des einzelnen Kindes und auf einer angemessenen Anpassung der Situation und Betätigungsfelder im Schulkindergarten an diese Ergebnisse.
Erhobene Fakten müssen durch ständige Beobachtung in der Förderung fortgeschrieben und ggf. auch revidiert werden. Dies erfordert hohe Beobachtungs- und Handlungskompetenz.